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Vita

 

Kurz

Erwin Stache, in Schlema im Erzgebirge geboren, ist Musiker, Komponist, Klangkünstler und Objektebauer.

Er lebt bei Leipzig.
Er hat begonnen, Physik, Mathematik, Pädagogik zu studieren, um später auf Klavier (Studium bei Ralf Rank) und Orgel (Kirchenmusikdirektor Konrad Heinig) umzusteigen.
Seine Installationen verbinden Klang und Musik mit bildkünstlerischen Elementen und basieren zumeist auf einer humorvollen Verfremdung alltäglicher Gegebenheiten.
Er erfindet neue Musikinstrumente, realisiert Dauerinstallationen im öffentlichen Raum und baut Hörspielplätze, wo Spielgeräte zu Klangobjekten werden.
Einige Objekte befinden sich in Museen und an Erlebnisorten. 2002 gründete er die Gruppe Atonor, junge Menschen, die mit seinen Instrumenten und Klangobjekten arbeiten und Konzerte geben.
Mit Installationen, Konzerten und Performances war Stache auf vielen wichtigen Festivals (Donaueschingen, Witten, München usw). Einladungen zu längeren Arbeitsaufenthalten gab es nach Asien und Afrika.

Erwin Stache, born in Schlema in the Erzgebirge, is a musician, composer, sound artist and object artist.

He lives near Leipzig.

He has begun studying physics, mathematics, pedagogy, to switch later into the piano (study with Ralf Rank) and the organ (church music director Konrad Heinig).

His installations combine sound and music with artistic elements and are mostly based on a humorous alienation of everyday objects.

He invents new music instruments, realizes permanent installations in the public space and builds music - playgrounds, where playing devices become sound objects.

Some of the objects are located in museums and world of experience.

In 2002 he founded the group Atonor, young people who work with their instruments and sound objects and give concerts.

With installations, concerts and performances Stache was at many important festivals
(Donaueschingen, Witten, Munich, etc.). There were invitations to longer work stays to Asia and Africa.

Ausführlicher

Erwin Stache, geb. 1960 in Schlema im Erzgebirge, ist Komponist, Klangkünstler und Objektebauer. Er lebt bei Leipzig in Beucha. Seit dem siebten Lebensjahr erhielt er Klavierunterricht. Er studierte vorerst Mathematik und Physik und erhielt hernach eine Ausbildung im Fach Klavier und Orgel.1984 reparierte er die Orgel der Beuchaer Bergkirche und wirkte bis 2001 an selbiger als Organist. Seit 1983 ist er freiberuflich als Musiker, Klangkünstler, Komponist und Objektebauer tätig und entwickelt eigene elektronische Instrumente.

Vorerst spielte er in verschiedenen Rock-, Blues- sowie Jazzformationen. Durch Steffen Schleiermacher, Josef-Anton Riedl, Carsten Seiffarth u.a. eröffneten sich Kontakte zur Neuen Musik und Klangkunst, woraufhin sich zahlreiche Beteiligungen mit facettenreichen Installationen und Aktionen an einer Vielzahl von Festivals ergaben. Seine jetzige Tätigkeit umfasst neben Performances, Ausstellungen, Workshops und Regiearbeit auch den Bau und die Programmierung interaktiver Installationen für Museen und öffentliche Räume.

Installationen - Instrumente (Auswahl)

- Bau eines elektronischen Musikinstrumentes unter der schwierigen Materialbeschaffungssituation in der DDR 1976  
- Bau weiterer Objekte, meist aus Abfallmaterialien, Kassettenrecordern, Schallplattenspielern u.a.
- Klangzeug - selbst spielende Instrumente: Klangfederstäbe, Saitenspiel-Hammermaschine u.a. 1989
- Musikbiennale Berlin - Ausstellung 1995
- Klangkästen - Steirischer Herbst - in Graz und zur Eröffnung der Singuhr-Hörgalerie in Berlin 1995
- Elf unterirdische Klangstationen -  Höhle Grimma, internationalen Musikfestival Kaditzsch-Höfgen 1998
- Klanginterventionen - U-Bahnhof Klosterstraße Berlin 1999
- O-Tonbuffet - 27 Meter lange Klangtafel, EXPO 2000 in Hannover, Wittener Tage für neue Kammermusik
- Verlorene Loren - Schachtofenbatterie in Rüdersdorf / Berlin 2000
- Eckpendel, Scherengitter und Module - Musiktage Donaueschingen 2002
- Verdi und die Hühner - Gewandhaus Leipzig, Henry Schneider 2003
- 83,7 Kilo Ohm - interaktive Ausstellung zum Schumannfest in Düsseldorf 2004
- Klang-Spiel-Raum - Leipzig Specks Hof 2005, Halle 2008, Bonn 2011 – Erlebnislabyrinth mit interaktiven Installationen
- Fünf Außeninstallationen - Musik der Jahrhunderte Stuttgart 2006
- Waschmaschinenprogrammscheibenorchester u.a. - Berlin - Großer Wasserspeicher 2006
- Ausstellungen in den Kulturhauptstädten Luxemburg und Sibiu (RO) 2007
- Mozartdroschken, Kuckucksuhrenorchester u.a. - Park Schwetzingen - Mozarttage 2007
- Kuckucksuhr und Computer, Saiten-Kästen-Matrix - Mannheim Nationaltheater 2008
- Licht und Klang - Carl-Orff-Zentrum München 2008
- Mundraub verändert den Klang - Soundseeing, Kloster Gravenhorst 2009
- Klangfahrräder - Köln - Acht-Brücken-Festival 2013
- Bilder hören - Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf 2013
- Klangfrühling  - Berlin - Arkaden Potsdamer Platz - mehrere Installationen 2016
- Kuckucksuhrenorgel - Tournee in NRW 2017
- Hören | Machen Personalausstellung Kunsthaus Wiesbaden Kunsthalle 2018

Dauerinstallationen (Auswahl)

- Tür zu es rauscht - Turm des Juttaparks in Höfgen 1996
- Töne aus der Erde - Friedhof Leipzig-Lindenau 2000
- 73,8 Kilo Ohm - GeyserHaus Leipzig 2005
- Konversationen - Neerpelt (B) - Musica Impulscentrum voor Muziek - Installation im Wald 2006
- Klangwasserspiel - Waldkirchen Gartenschau 2007
- Saitenschaukel und Musikvitrinen - Meiningen Schloss Museum 2008
- Klangmomente - Dresden Postplatz 2009
- Bodenhülsenorgel - Stelzen bei Reuth, Festspielscheune 2010
- Hallraum - Etzoldsche Sandgrube Gedenkort Leipzig 2011
- 37,1 Kilo Ohm - Konzerthaus Brügge(B) 2011, Bad Hersfeld 2011
- SpielHÖRPlatz - Brandis 2012, Schumannhaus Leipzig 2016
- Tür zu es rauscht und klingt – Krasnojarsk (RUS) 2014
- Dampf Klang Licht - Großauheim - Hanau - Dampfmaschinenmuseum 2014
- Tür zu es rauscht, klingt und spricht - Innenhof des Städtischen Altenpflegeheims Leipzig  2015
- Dialogboxen - Hakendover (B) 2015
- Klangraum - Schumannhaus Leipzig 2015

Regie, Inszenierungen (Auswahl)

- Tanz der Triangel - Ballett und Maschinen, Henry Schneider, Werner Stiefel, Tänzer der Oper Leipzig 1991
- Tafü-Lafö - W.-Krause-Zwieback 1992-96
- Paradoxe Klaviaturen - Solostück, Klavier und Musikapparate 1992-98
- Landmaschinensinfonie - Henry Schneider, mit Einwohnern des Dorfes Stelzen, ab 1993 jährliche Aufführung
- Die zehn Zweifel des Komponisten - Musiktheaterstück für neun Akteure und einen Klangmaschinisten 1994
- Rüdersdorfer Maschinenouvertüre - mit angeschlossenem Schaltkasten 1995
- Harmonie der nicht ganz reellen Töne - Solostück: Klavier und Selbstspielobjekte 1996
- Ganz Ohr sein - Festival Ver-rückte Musik im Theaterhaus Jena, Sven Schlötcke 1996 u. 97
- Glück auf und davon - Novalis mit Klangobjekten, Sven Schlötcke, UA Theaterhaus Jena 1997
- 2H+ und SO 4 zwei minus - eine Tonrauschentladung, Chemisches Experiment und Klang Leipzig 1997
- In der Schwebe - Konzertaktion am und im Zwingerteich Dresden, Heidemarie Dreßel 1998
- Klang-Mal-Hör - Carsten Kohlschmidt Freiberg 1998, 2000, 2002
- endlich-endlos-atmen - Henry Schneider, Luft und Pumpen, fliegende Töne, Atemmaschinen u.a. 1999
- InSait-OutSait - 44 Saitenkonstruktionen,14 Spieler, MDR Musiksommer, Gruppe Atonor 2005
- Die musikalisierte Stadt - Grimma, ein Klangspaziergang zwischen Tradition und Experiment mit über 100 Mitwirkenden 2009
- Varieté der Möglichkeiten - Freiberg, Carsten Kohlschmidt, über 70 Mitwirkende auf fünf Bühnen 2013, 2015
- Jeder Gang ein Klang - Musikaktion im Park. GeyserHaus Leipzig 2015
- unentwegt - unterwegs - GeyserHaus Leipzig, Heike Hennig, Produktion: Florian Schetelig 2017
- Klangsprung - Ben Stache, Marie Nandico, Musiktage Weimar, Kurator: Michael von Hintzenstern 2017

Schul- und Jugendprojekte Workshops (Auswahl)

- Appetit auf Klänge - Gründung der AG Klangexperimente Gymnasium Brandis - jetzt Atonor 2002
- Musik fällt aus - mit über 50 Schülern aus 4 Schulen - wie klingt Chemie, Biologie, Mathematik, Sport und Deutsch? 2003
- Philharmonie Berlin, Jugendprojekt 2006
- Nationaltheater Mannheim, School's out - Klang-Theater 2006
- Institute of Music Hsinchu - Taiwan - Workshop mit Studenten der National Chiao Tung University 2009
- Musik und Objekte - Ghana - Residenz im Goethe-Institut Accra - Arbeitsaufenthalt
- SportMusik - MusikSport - Mainzer Kammerspiele Musiktheaterperformance 2010

Filme

- Ein Sonntag in Plagwitz - Zwölf Kurzfilme - Produktion: Kaos-Köln für RTL und Sat1 für den damaligen Kulturkanal 4 - gedreht in Leipzig, Beucha, Rüdersdorf, Albrechtshain, New York und Polenz 1992/93/98
- Zur selben Zeit am anderen Ort - Klanggeschichte mit Atonor 2007

Preise

- Erster Preis bei Musik Kreativ in Frankfurt/M 1993
- Kunstwerkstipendium - Siemens Kulturprogramm 2001
- Gellert-Preis, Kunstpreis des Landkreises Delitzsch 2001
- Preisträger von Kinder zum Olymp mit der Gruppe Atonor 2005
- Stadtklangkünstler Bonn - Residenz der Beethovenstiftung Bonn - Kurator: Carsten Seiffarth 2011
- Köln Rhenania - Kunstpreis 2015