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Magische Wand

 

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Foto ES (Erwin Stache)

Foto 20: Stefan Dorn       Wiesbaden 2018      Download

 

Foto 46: ES       Wiesbaden 2018      Download

Foto 13: ES       Wiesbaden 2018      Download

 

 

Die sogenannten magischen Augen kommen aus der Zeit der Röhrenradios. Es sind Elektronenröhren, die als Anzeigeelemente dienten, um einen Sender exakt einstellen zu können. In der Tat haben die Augen für Leute, die diese Zeit noch kennen einen magischen Effekt. Das grüne Leuchten verknüpft sich mit dem Klang alter Radios und dem dahergehenden leichten Brummen, dem Rauschen und dem Sendersuchen auf Mittel-, Kurzwelle und später auch auf UKW. Für die technische Funktion des Radios war das Auge nicht zwingend nötig. Aber es galt als ästhetisches Highlight und war aus keinem Radio der 50er und folgenden Jahren mehr wegzudenken.

Der Leuchteffekt wird durch den Beschuss von Elektronen auf eine Leuchtschicht verursacht. Die Röhren sind z.T. schwer zu beschaffen. Einige neuere Marke wurden in Russland weiter produziert und befinden sich jetzt in alten Lagerbeständen. Es gibt eine Reihe von Magischen Augen, die ich so vorher nicht kannte. Es gibt auch Röhren, die nie auf den Markt kamen. Außerdem gab es Typen, die nur in bestimmten Ländern hergestellt und benutzt wurden, z.B. DDR, BRD, Frankreich, USA

Das optische Erscheinungsbild ist ein ganz anderes als das übliche Led-Leuchten. Feine Strukturen des ausgelenkten Elektronenstrahls reagieren sehr zart und schnell auf klangliche Veränderungen. In einigen Röhren sind die Leuchtebenen auch gekrümmt und erzeugen so ein räumliches Bild.

Die Klanginstallation besteht aus neun Einzelobjekten. Jedes der Objekte benutzt das Magische Auge als Anzeige für Tönhöhe und Lautstärke. Es werden Klangfarben und rhythmische Strukturen verändert, so dass interessante Bilder auf den kleinen grünen Schirmen entstehen. Die Optik und die Komposition beeinflussen sich gegenseitig. So sind Tonverläufe, Modulationen usw. einmal Ergebnis bestimmter optische Effekte, zum Anderen gestalterische Grundlage, auf die das "Auge" reagiert.

Jedes Objekt arbeitet einzeln für sich und kann in Kombination mit den anderen Objekten interessante räumliche Klangsituationen erzeugen. Über einen Sensor wird die Bewegung der Person erfasst. Die Augen erwachen, wenn man sich dem Objekt nähert, und schlafen wieder ein, verlässt man den Erfassungsbereich.

Die Faszination der grün leuchtenden Röhren lässt die Töne auf ganz besondere Art erfahren.