Solo - Performance Köln 2014

Im Alter von 16 Jahren habe ich unter der schwierigen Materialbeschaffungssituation in der DDR mein erstes elektronisches polyphones Instrument gebaut. Die musikalische Ausbildung bestand im jahrelangen Klavierspiel und dem zeitweisen Traktieren der Kirchenorgel. Dazu kommt die Freude am Programmieren, das Entwickeln von elektronischen Schaltungen und die blühende, manchmal auch kindliche Fantasie, die sich bis jetzt hatte nicht vertreiben lassen. Der Gebrauch von Objekten entgegen ihres ursprünglich zugedachten Herstellungszweckes schafft einen speziellen Humor. Dazu gehört die Umwandlung der Bewegungen der Gegenstände in Töne und Geräusche. Sensoren messen Drehungen, Winkel und Beschleunigung, die dann mittels Mikrorechner und Klangmodulen hörbar gemacht werden. Tischbeine werden zu Stromsensoren, schwingende Stäbe zu Klangwurfgeräten und Holzgarderoben zu Basstönern. Immer aber bleibt der musikalische Umgang mit den Objekten, die aufgrund ihrer teils gewollt tonalen Unschärfen eine spezielle Spielweise erfordern und dadurch zu neuen interessanten Klangergebnissen und Bewegungsabläufen führen.
So wird die Videoprojektion einer ausgebesserten Straße zur Partitur. Die Gesten des Klavierspielers erzeugen Klänge und kämpfende Hände führen ein eigenwilliges Ballett auf den Klaviertasten aus, welches live projiziert wird.

Meine Performance umfasst eigenwillige Klavierverfremdungen und das Spiel auf Selbstbauinstrumenten.

 

Solo Lippstadt 2019

ähnlich - abgewandelt

Der Gebrauch von Objekten entgegen ihres ursprünglich zugedachten Herstellungszweckes ist ein Bestandteil des Konzerts. Dazu gehört die Umwandlung der Bewegungen der Gegenstände in Töne und Geräusche. Sensoren messen Drehungen, Winkel und Beschleunigung, die dann mittels Mikrorechner und Klangmodulen hörbar gemacht werden. Tischbeine werden zu Tonsensoren, schwingende Stäbe zu Klangwurfgeräten und Holzgarderoben zu Melodieinstrumenten. Das Erlebnis besteht vor allem in der Kombination zwischen Auge und Ohr, zwischen den Bewegungen, Gesten und Aktionen und den daraus resultierenden musikalischen Ergebnissen, die ab und zu mit feinem Humor durchsetzt sind.
Das Klavier, in Leipzig studiert, von Kind auf für Erwin Stache dazugehörig, wird ebenso im Konzert eingesetzt und mit den Klang- und Musikobjekten kombiniert. So werden die Gesten des Pianisten zu Klängen moduliert oder eine Zweifingerhand spielt als Roboter im Duett. Alle neuartigen Instrumente sind selbst entworfen und werden auch als Installationen in Museen und Erlebnisräumen gezeigt. Ebenso verwendet die Gruppe Atonor das Stachsche Instrumentarium.