Hände

 

Acht sensitive Flächen werden hinter einer Scheibe angeheftet. Zwei Lautsprecher sind außen installiert.
Berührt man nun eine der Flächen, werden Töne und Geräusche hörbar. Diese erklingen teils rhythmisch, teils zufällig entgegen des Pulses.
Gespielt wird mit der Wahrnehmung von Rhythmus. Wann empfinden wir etwas als rhythmisch, wann als zufällig? Wann sind Töne in einem klaren Zeitverhältnis gesetzt, wann erklingen sie entgegen des Metrums?
Sobald man glaubt, einen Takt erkennen zu können, wird dieser schon wieder verändert. Dabei passiert es, dass man als Hörer seinen eigenen Puls unmerklich weiter führt und versucht, alle Töne automatisch dazu zu synchronisieren. Man kann mit wippen, mit schwingen, obwohl viele Töne aus der Reihe tanzen.
Diese Musik versucht, auf Wiederholungen zu verzichten, wenngleich auch per Zufall scheinbar Wiederholungen entstehen.
Als Passant kann man die Handflächen so aktivieren, dass Töne und Geräusche vorerst klar und rhythmisch erscheinen, sich dann aber verändern, nicht greifbar werden bis sie nach und nach verschwinden.