zurück Kämpfende Hände



Im Zeitraum von 1993 bis heute entstanden verschiedene Stücke und Versionen für Musik und Live- Videoprojektion

Ausschnitte aus der Partitur: (gekürzt)

“Kämpfende Hände” für Klavier und Live- Videoprojektion

2. Fassung: 2000 (1. Fassung 1993)



... Töne und Cluster entstehen als Produkt eines mit den Fingern und Händen ausgeführten “Balletts” auf der Tastatur eines Pianos. Nach vorwiegend optischen Gesichtspunkten sollen die Hände über die Tasten bewegt werden. ...
... Eine Kamera ist rechts neben der Klaviatur so aufzubauen und einzustellen, daß der Tastenbereich vom tiefsten Ton bis zum kleinen Gis zu sehen ist. (Siehe Skizze) Im Hintergrund befindet sich die Projektionsfläche. Das Bild wird direkt live übertragen. Der Raum ist abzudunkeln. Lediglich ein für die Aufnahme notwendiges Licht muß auf den Tasten eingerichtet sein.





Die Hände stellen sich vor


Linke Hand springt plötzlich auf die Tastatur ... langsames Tempo ... Tonfolge (single notes) - ca . 15 s ... Intervalle: Tritonus, kleine Sekunden und kleine Nonen ... Ebenso plötzlich verschwindet die linke Hand wieder aus der Bildfläche.
Kurze Pause
Rechte Hand fällt plötzlich ins Bild und variiert das vorgegebene Motiv - ca. 15 s

Kurze Pause
Rechte Hand spielt einen Nachtrag von etwa 10 s
Kurze Pause
Linke Hand wieder ...

In diesem Sinne weiter - Zeiten verkürzen sich ... das Tempo steigert sich ... ständiger Wechsel zwischen Links und Rechts - ... ohne Pausen



Durchdringung der Hände


Beide Hände kommen zugleich ins Bild.

Rechte Hand - schwarze Tasten ... linke Hand - weiße ...

Beide Hände ... parallel im Bereich der großen Oktave ... schnelle aufeinanderfolgende Töne.

Ab und zu springt der Daumen der linken Hand bzw. der kleine Finger der rechten Hand eine Oktave höher ... kurze Akzente ...

Hände wechseln ihre Positionen. Die linke Hand geht durch die rechte Hand “hindurch” nach unten auf die weißen Tasten. Die rechte Hand geht nach oben auf die schwarzen Tasten.
Hände verkrallen sich ... sie zappeln vor der Kamera wie gefangene Tiere.

Hände ... quer zum Bild (beide Daumen berühren sich - die Finger zeigen in Kamerarichtung) auf der Stelle krabbeln ... nur 2 bis 3 verschiedene Töne werden repetiert.


... rechte Hand schiebt dir linke aus der Bildfläche heraus ...

... individuelle “Klaviertechnik” ... Knöchel, Handflächen, die abrollende Hand, jede nur denkbare Möglichkeit eine Taste des Klaviers zu betätigen ist willkommen ...
trotzdem, nur einzelne Töne




“Das Getriebe”


In die so “verspielte Melodie” der rechten Hand fällt plötzlich mit Fortissimo die linke Hand ins Bild. Diese wird mit geschlossenen Fingern mit der Handkante (kleiner Finger unten auf die Tasten, Daumen nach oben zur Decke) direkt oberhalb der rechten Hand herunter geschleudert. Nach einer Schrecksekunde folgen schnelle rhythmische Pattern. Linke Hand als Handkante im schnellen und virtuosen Wechsel mit der rechten Hand. Wie ein Trommelwirbel bewegen sich die Hände über den für die Kamera sichtbaren Bereich der Tastatur. Hierbei sollte direkt mit dem projizierten Bild gearbeitet und auf möglichst gute Bildeffekte geachtet werden. Die Bewegungen der Hände muß so schnell sein, daß ein Stroboskopeffekt entsteht. Danach drängt die flach aufgestellte linke Hand die rechte Hand vor die Klaviatur, so daß diese aus dem Bild verschwindet.




“Der Kampf”


...

... Knäuel

... aus den Fängen der anderen befreien ...

... die so entstehenden Cluster sollen aggressiv und aufgewühlt klingen


... immer schneller und chaotischer ...




      springen ...


je nach persönlicher Aufopferung ... mindestens aber 30 s lang ...


Hände brechen erschöpft auseinander ...


Handflächen nach oben ...







... Hände verschwinden aus dem Bild ... Schnitt