Vita

 

ERWIN STACHE geb. 1960 in Schlema im Erzgebirge, ist Komponist, Klangkünstler und Objektebauer. Er lebt bei Leipzig.

Seine Installationen verbinden Klang und Musik mit bildkünstlerischen Elementen und basieren zumeist auf einer humorvollen Verfremdung alltäglicher Gegebenheiten.

Er erfindet neue Musikinstrumente, realisiert Dauerinstallationen im öffentlichen Raum und baut Hörspielplätze, wo Spielgeräte zu Klangobjekten werden.

Einige Objekte befinden sich in Museen und an Erlebnisorten.

2002 gründete er die Gruppe Atonor, junge Menschen, die mit seinen Instrumenten und Klangobjekten arbeiten und Konzerte geben.

Mit Installationen, Konzerten und Performances war Stache auf vielen wichtigen Festivals. Einladungen zu längeren Arbeitsaufenthalten gab es nach Asien und Afrika.

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Seit dem siebten Lebensjahr erhielt er Klavierunterricht.

Mit fünfzehn Jahren baute er seinen ersten Synthesizer unter der schwierigen Materialbeschaffungssituation der DDR.

Er studierte vorerst Mathematik und Physik und erhielt hernach eine Ausbildung im Fach Klavier und Orgel.

1984 reparierte er die Orgel der Beuchaer Bergkirche und wirkte bis 2001 an selbiger als Organist.

Seit 1983 ist er freiberuflich als Musiker, Klangkünstler, Komponist und Objektebauer tätig und entwickelt eigene elektronische Instrumente. Daneben spielte er in verschiedenen Rock-, Blues- sowie Jazzformationen und war an Theaterproduktionen mit u.a. Wolfgang Krause-Zwieback und Sven Schlötke beteiligt.

Es folgte eine, durch Kaos-Köln realisierte, Regie- und Co-Regie-Tätigkeit mit eigenen Filmprojekten.

Im Jahre 1993 realisierte er zusammen mit Henry Schneider die alljährlich aufgeführte Landmaschinensinfonie in Stelzen bei Reuth.

1993 erhielt Erwin Stache den ersten Preis des Wettbewerbes Musik Kreativ. Weitere Preise, wie der Gellert Preis und Stipendien folgten.

Durch Steffen Schleiermacher und Josef-Anton Riedl eröffneten sich Kontakte zur Neuen Musik, woraufhin sich der Klangkünstler mit facettenreichen Installationen und Aktionen an einer Vielzahl von Festivals in z.B. Donaueschingen, Witten, München, Berlin, Frankfurt/M, Leipzig, Bremen, Hannover beteiligte.

Es entstand die Inszenierung für Kinder und Jugendliche "Musik fällt aus" - zu jedem Schulfach ein Musikstück

2011 war er Stadtklangkünstler von Bonn

Seine jetzige Tätigkeit umfasst neben Performances und Workshops den Bau und die Programmierung interaktiver Installationen für Museen und öffentliche Räume und u.a. die Entwicklung eines SpielHÖRPlatzes.

Einige Objekte und Aktionen: Waschmaschinenprogrammscheibenorchester, Saiten-Kästen-Matrix, Klangfußball, Scherengitterorchester, Paradoxe Klaviaturen, Die zehn Zweifel des Komponisten, Klangkästen, Tür zu es rauscht(es klingt), 2H+ und SO 4 zwei minus - eine Tonrauschentladung - chemisches Experiment und Klang, O-Tonbuffet, endlich-endlos-atmen, Verlorene Loren, Vorsicht schreiende Bücher, Musiktrainer - Sport und Klang u.v.m. ...